Projekt: Intergenerationelles Filmfestival und Intergenerationelles Theatergespräch

Hintergrund

Eine bedeutende Strategie zur differenzierten kollektiven und individuellen Wahrnehmung von Altern und Alter bildet der Austausch zwischen den Generationen. Besonders durch Kommunikation kann eine Differenzierung von Altersbildern zwischen Mitgliedern verschiedener Generationen gelingen. Allerdings gibt es noch zu wenig Begegnungsräume und kommunikative Bezugspunkte zwischen den Generationen. Film und Theater können geeignete Medien - im Sinne von Kommunikatoren - darstellen, um nach einer gemeinsamen Rezeption ins Gespräch zu kommen. Das Konzept des Europ. Filmfestival der Generationen weist hierzu gute Ansatzpunkte auf: durch die besondere Kuratierung des Filmprogramms und durch eine sich anschließende Diskussion mit Akteuren/Akteurinnen und Experten/Epertinnen aus Kommune, Politik, Kultur, Wissenschaft und der medizinischen, pflegerischen und sozialen Praxis. Allerdings bleiben die Gespräche zumeist auf einem intragenerationellen Dialog begrenzt. Hier setzt das Projekt an und will speziell Film- und Theatergespräche zwischen Alt und Jung konzipieren.

 

Projektbeschreibung

Das Projekt "Intergenerationelles Filmfestival und Intergenerationelles Theatergespräch" stellt sich die Aufgabe, in möglichst vielen Städten und Regionen in der Bundesrepublik Deutschland aktuelle, anspruchsvolle, in besonderer Weise zur Diskussion anregende Filme über Fragen des Alters und über ältere oder alte Menschen zu zeigen und durch die Präsentation der Filme wie auch durch die öffentliche (und möglichst öffentlichkeitswirksame) Diskussion zwischen Angehörigen verschiedener Generationen zu einer Differenzierung bestehender Altersbilder wie auch zu einem veränderten Umgang mit älteren und alten Menschen im öffentlichen Raum beizutragen. Zudem soll in ausgewählten Städten ein Intergenerationelles Theatergespräch angeregt werden, in dem Mitglieder der verschiedenen Generationen intensiv über alters- oder über mehrgenerationenbezogene Theaterstücke diskutieren. Mögliche Zielgruppen solcher Veranstaltungen sind z. B. Generationenhäuser, Schulen, Universitäten/Hochschulen, Bürger- und Seniorenzentren. Unter den jungen generationen sollen explizit auch junge Geflüchtete einbezogen werden. Durch wissenschaftliche Evaluationen sollen Aussagen darüber getroffen werden, wie gut die Differenzierung der Altersbilder gelungen ist.

 

Laufzeit

01.07.2017 - 30.06.2019

 

Projektleitung

Dr. Michael Doh

 

Responsible: e-mail
Latest Revision: 2017-07-20
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