Porticus-Projekt – Town Hall Studie

Projektleitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Dr. Stefanie Wiloth
Projektkoordination: Dr. Birgit Kramer
Projektmitarbeitende: Claudia Fraas, Anna Kiefer, Stephanie Böttner
Projektpartner: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V., Caritas der Erzdiözese Wien, Diakonie Österreich, Expertisecentrum Dementie Vlaanderen, Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V., Kardinal König Haus Wien, Malteser Deutschland, Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie, PROMENZ Wien, Theologische Fakultät Universität Zürich, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft Universität Zürich, u.a.
Unterstützt durch: Porticus
Projektlaufzeit: April 2019 – März 2022

Projektbeschreibung

Die Tatsache, dass ein kontinuierlicher Anstieg in der Anzahl von Menschen mit Demenz erwartet werden kann, familiären Pflegeressourcen jedoch kontinuierlich abnehmen und professionelle Mitarbeitende im ambulanten Pflegebereich fehlen, stellt unsere Gesellschaft vor das Problem der Sicherstellung einer fachlich wie ethisch begründeten Pflege. Es ist zu fragen, inwieweit es in den Kommunen gelingen kann, die Selbstorganisations- und Sorgefähigkeit der pflegendenden Angehörigen (PA) zu stärken und in neue Formen zu initiieren. Ziel des Projekts ist es, eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Lebenssituation PA anzustoßen. Dabei soll für die Frage sensibilisiert werden, wie Kommunalbehörden, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Kranken- und Pflegeversicherungen, Kirchen, Vereine und Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag zur Initiierung innovativer Pflegeformen und zu einem Wandel in der kommunalen Sozialpolitik leisten können.
Deutschlandweit werden N=30 moderierte, öffentliche Town Hall Meetings (TH) durchgeführt. Basierend auf der Fishbowl Methode diskutieren jeweils N=15 PA sowie kommunale Entscheidungsträger und Stakeholder (je N=10). Die leitfadengestützten Meetings werden aufgezeichnet, theoriengeleitet transkribiert und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Im Längsschnitt (T0=1-2 Tage vor TH, T1=1-2 Tage nach TH, T2=4 Wochen nach TH und T3=12 Wochen nach TH) werden gesundheitsbezogene, emotionale und soziale Belastungen, Dimensionen des subjektiven Wohlbefindens und der Resilienz sowie die subjektive Wahrnehmung von Ressourcen und Unterstützungsangeboten mittels standardisierter und validierter Skalen in Interviews mit den PA erfasst. Ergänzend wird in Fokusgruppendiskussionen erhoben, inwieweit sich nach den TH aus Sicht der Studienteilnehmer neue Unterstützungsformen entwickeln.

Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 22.11.2019
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